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vom 01.10.2021

Paddeltour 2021

 

In nächtlicher Müdigkeit, gefüllt mit Vorfreude trafen wir uns Montag um 5:50 Uhr am Görlitzer Bahnhof. Mit einer unkomplizierten Zugfahrt kamen wir mittags am Neustrelitzer Bahnhof an. Beim 90-minütigen Warten auf den sogenannten „Schienenbus“, der uns zum Startpunkt in Wesenberg bringen sollte, wurde bereits die musikalische Begleitung in Form von Till an der Ukulele begonnen. Die Ukulele begleitete uns 12 Stunden am Tag. Egal wo, egal wann, egal welches Wetter: Till haute in die Saiten wie kein Zweiter.

 Nach erfolgreichem Bepacken der Kajaks und kurzer Einleitung durch die Kanu Mühle Wesenberg sowie unseren Betreuern Herr Franke und Frau Kandler, die sich trotz Krankheit mit 8 (!) Jungs auf die Tour begab, ging es los. Nach kurzem vertraut machen mit den Booten paddelten wir ca. 12km in traumhaftem Wetter in Richtung des ersten Zeltplatzes. Zu aller Begeisterung folgte uns eine 30-köpfige Studentengruppe - am ersten Abend also keine Ruhe. Alle waren erschöpft und freuten sich als sie abends nach Nudeln mit Tomatensoße und einem Bad im anliegenden See im Zelt lagen. 7:30 Uhr krähte dann der Hahn in Form von Herr Franke. Nach gemeinsamem Frühstück, Abwasch und Bepacken der Boote ging es weiter auf die zweite Tour. 15km durch die wunderschöne Havel und anliegende Seen oder Kanälen. Ebenfalls waren Schleusen für viele von uns immer wieder eine spannende Herausforderung. Und natürlich, was auch sonst: Till sorgte mit der Ukulele für Stimmung. Am nächsten Campingplatz angekommen, bauten wir unser Lager auf und bereiteten das indische Abendessen vor. Wir ließen den Abend mit einem selbstgemachten Lagerfeuer ausklingen, wovon uns auch der Regen nicht abhalten konnte. Am Sonntag ging es auf zum nächsten Zeltplatz, an welchem wir zwei Tage nächtigten. Erneut 15km voller Natur, Ruhe und reichlich Ukulele. Bessere Orte zum „Seele baumeln“ lassen, gibt es nicht. Nach Ankunft am Zeltplatz begann das inzwischen routinierte Aufbauen, bevor fußballbegeisterte Jungs zum Fußballtennis schritten, wo auch mal die Zeit vergessen wurde. Am 4. Tag begaben wir uns ohne Gepäck auf eine Rundtour mit dem Kajak. Unser Ziel war die „Fleether-Mühle“ mit verbundenem Imbiss. Während der gesamten Tour sind unsere Boote immer wieder ans „Mutterboot“ von Herrn Franke und Frau Kandler gefahren, um nach neuen Bonbons zu betteln. Am Abend gab es eine unglaublich leckere Pfanne mit Bratkartoffeln, Bratwurst und Zwiebeln. Außerdem überraschten uns die Lehrer am Montag mit einer warmen Duschmarke, die von allen dankend angenommen wurde. Am Dienstag mussten wir die Boote bereits 7:30 Uhr bepackt haben, um rechtzeitig zum Zug zu kommen. Nach einer sehr abenteuerlichen, 6km langen Fahrt durch die unberührte, teilweise einen Meter breite Schwanenhavel kamen wir am Startpunkt in Wesenberg an. Gut im Zeitplan liegend, putzten wir unsere Boote, packten unser Gepäck in unsere Rucksäcke und liefen zum Wesenberger Bahnhof. Von dort aus ging es dann über kleine Umwege zurück nach Görlitz.

Während der Tour lernten wir vor allem, wie wichtig es ist, in einer Gemeinschaft klarzukommen. Jeder half jedem. Wir sind unserer Schule und unseren Betreuern sehr dankbar, dass wir die Chance erhalten haben, eine so wundervolle Tour zu absolvieren.

 

von Victor Scholz