Fünf Tage Natur, Berge und jede Menge Schritte – unsere Exkursion ins Riesengebirge
Augustum-Annen-Gymnasium
In diesem Jahr machte sich unsere Klasse 8b auf den Weg ins polnische Riesengebirge. Im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichts in Geografie und Biologie erkundeten wir eine einzigartige Landschaft mitten in Europa. Begleitet wurden wir von unserem Klassenleiter Herrn Drewniacki und Frau Lach. Bei den Wanderungen führte uns außerdem der erfahrene Bergführer Herr Paczos sicher durch die Berge.
Montag – Ankommen, lernen und die erste Wanderung
Kaum in Jelenia Góra angekommen, ging es schon los: Im Bildungszentrum des Riesengebirge-Nationalparks erfuhren wir viel über die Tier- und Pflanzenwelt sowie über die spannende Geschichte dieser besonderen Grenzregion zwischen Polen, Tschechien und Deutschland.
Am Nachmittag stand die erste Wanderung zur Burg Kynast auf dem Programm. Der Aufstieg brachte einige von uns zwar ordentlich ins Schwitzen, doch oben angekommen wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Natürlich durfte auch das obligatorische Klassenfoto nicht fehlen – auch wenn vorher erst einmal alle wieder zu Atem kommen mussten.
Dienstag – Wandern statt Jammern
Der Dienstag war der sportlichste Tag der Woche. Eigentlich sollten wir zu den Schneegruben wandern. Da diese derzeit renoviert werden, führte unsere Tour um das Gebiet herum. Das bedeutete zwar eine etwas andere Strecke, aber genauso viele schöne Ausblicke.
Unterwegs lernten wir viel über die Landschaft und die besondere Natur des Riesengebirges. Es wurde viel gelacht, erzählt und natürlich gefragt: „Wie weit ist es eigentlich noch?“ Die Antwort lautete gefühlt immer: „Nicht mehr weit.“ Am Ende waren wir zwar ziemlich müde, aber auch ein bisschen stolz auf das, was wir geschafft hatten.
Mittwoch – Forschen macht hungrig
Am Mittwoch wurde es wissenschaftlich. Gemeinsam mit Frau Tiebel beschäftigten wir uns in Gruppen mit dem Thema Wasser. Wir untersuchten den Fluß Wrzosówka, beobachteten die Natur und erfuhren, warum Wasser für das Leben im Nationalpark so wichtig ist.
Für die wohl leckerste Motivation der Woche sorgte Frau Korman: Sie brachte eine riesige Wassermelone mit. Nach den Untersuchungen schmeckte die süße Erfrischung besonders gut – wahrscheinlich war sie schneller verschwunden, als man „Wasserkreislauf“ sagen konnte.
Donnerstag – Hitze? Kein Problem!
Eigentlich sollte es nach Karpacz und anschließend auf die Schneekoppe gehen. Doch wegen der hohen Temperaturen wurde das Programm kurzfristig geändert. Stattdessen wanderten wir zum Zackenfall.
Auch wenn wir den höchsten Gipfel des Riesengebirges diesmal nicht erreichten, lohnte sich die Tour auf jeden Fall. Das Rauschen des Wasserfalls sorgte für eine angenehme Abkühlung, und viele nutzten die Gelegenheit für schöne Fotos. Manchmal entstehen die besten Erlebnisse eben dann, wenn man spontan umplanen muss. Und die Schneekoppe muss noch warten.
Freitag – Abschied vom Riesengebirge
Bevor es wieder nach Hause ging, besuchten wir noch einmal die Ausstellung im Bildungszentrum des Riesengebirge-Nationalparks. Jetzt konnten wir viele Dinge wiedererkennen, die wir in den vergangenen Tagen selbst entdeckt hatten.
Mit vielen neuen Eindrücken, jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse und vermutlich tausenden gelaufenen Schritten machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Die Exkursion zeigte einmal mehr, dass Unterricht nicht immer im Klassenzimmer stattfinden muss. Zwischen Bergen, Wäldern und Wasserfällen lernt es sich manchmal sogar besonders gut – auch wenn der Muskelkater am nächsten Tag daran erinnerte.
Wir bedanken und bei der Sanddorf-Stiftung für die finanzielle Unterstützung dieser Fahrt.
