Suche | DE PL | Kontakt
vom 14.07.2026

Von Rittern, Freiheit und Möwen – Abschlussfahrt der 10b nach Danzig

Augustum-Annen-Gymnasium

Gemeinsam mit unserem Klassenleiterteam, Frau Kamińska-Bojar und Herrn Siegel, verbrachten wir die letzte Schulwoche in Danzig. Die Stadt begeisterte uns nicht nur mit ihren beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, sondern bot uns auch die Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben und die letzten gemeinsamen Momente zu genießen. 


Sonntag – Ankommen zwischen Geschichte und Möwen
Nach einer langen und heißen Busfahrt (Klimaanlage hat uns gerettet) erreichten wir am Sonntagnachmittag endlich unser Ziel: Danzig. Nach dem Einchecken im Hotel hieß es erst einmal Zimmer beziehen, Koffer auspacken und herausfinden, wer wohl das bequemste Bett erwischt hat. Beim gemeinsamen Abendessen stärkten wir uns für die kommenden Tage. Den Abend noch für einen ersten Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt. Zwischen historischen Häusern, Kopfsteinpflaster und neugierigen Möwen wurde schnell klar: Diese Stadt hat einiges zu bieten.


Montag – Auf den Spuren des alten Danzigs
Der Montag stand ganz im Zeichen des historischen Danzigs. Gemeinsam erkundeten wir den berühmten Königsweg, bestaunten prächtige Gebäude und besichtigten die imposante Marienkirche. Dabei erfuhren wir viel über die bewegte Geschichte der Stadt, in der seit Jahrhunderten Menschen unterschiedlicher Kulturen und Nationen zusammenlebten.

Besonders spannend wurde es bei der Stadtrallye. In kleinen Gruppen machten wir uns auf die Suche nach kniffligen Aufgaben und versteckten Details. Dabei entstanden nicht nur kreative Lösungen, sondern auch die eine oder andere Diskussion darüber, wo es denn nun wirklich langgeht. Am Nachmittag blieb genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken, Souvenirs zu kaufen oder einfach ein Eis zu genießen – natürlich streng wissenschaftlich getestet.


Dienstag – Geschichte zum Anfassen
Am Dienstag beschäftigten wir uns mit einem ernsten Kapitel der Geschichte. Zunächst besuchten wir die Polnische Post, deren Verteidigung zu Beginn des Zweiten Weltkriegs als Symbol des polnischen Widerstands gilt. Anschließend ging es zur Westerplatte, dem Ort, an dem der deutsche Überfall auf Polen begann.

Die historischen Orte machten die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs greifbar und sorgten für nachdenkliche Gespräche. Am Nachmittag konnten wir die Eindrücke etwas verarbeiten und die Freizeit individuell gestalten. Einige zog es noch einmal in die Altstadt, andere genossen einfach das sommerliche Wetter – ganz ohne Geschichtsbuch, aber mit jeder Menge guter Laune.


Mittwoch – Wege zur Freiheit und ein Hauch von Ostsee
Der Mittwoch führte uns ins Europäische Zentrum Solidarność. Dort erfuhren wir, wie die Solidarność-Bewegung dazu beitrug, den Weg zur Demokratie in Polen und schließlich in Europa mitzugestalten. Die moderne Ausstellung zeigte eindrucksvoll, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist.

Am Nachmittag wechselten wir von der Geschichte ans Meer. In Sopot spazierten wir über die berühmte Seebrücke, bevor wir auch Gdynia erkundeten. Zwischen Strand, Hafen und Ostseeluft blieb genügend Zeit für Fotos, gemeinsame Gespräche und natürlich den obligatorischen Versuch, möglichst elegant über den Sand zu laufen – was nicht jedem gelang.


Donnerstag – Ritterburg zum Abschluss
Bevor es wieder nach Hause ging, erwartete uns noch ein echtes Highlight: die Marienburg. Die gewaltige Backsteinburg beeindruckte mit ihren mächtigen Mauern und ihrer langen Geschichte. Beim Rundgang fühlten sich manche fast wie Ritter oder Burgfräulein – nur die Rüstung hätte bei den sommerlichen Temperaturen vermutlich niemand freiwillig angezogen.

Anschließend traten wir die Heimreise an. Im Gepäck hatten wir nicht nur Souvenirs, sondern vor allem viele neue Eindrücke, spannende Einblicke in die deutsch-polnische Geschichte und zahlreiche gemeinsame Erinnerungen, über die im Bus auf der Rückfahrt noch lange gelacht wurde.


Die Abschlussfahrt nach Danzig war eine gelungene Mischung aus Geschichte, Kultur, Gemeinschaft und jeder Menge schöner Erlebnisse. Sie hat uns gezeigt, wie wichtig Freiheit, Demokratie und das Miteinander verschiedener Kulturen sind – und dass Klassenfahrten oft genau dort die schönsten Geschichten schreiben, wo sie gar nicht geplant waren.

Wir bedanken uns herzlich bei der Sanddorf-Stiftung, die dank der finenziellen Unterstützung diese Reise ermöglicht hat. 

von Klasse 10b