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Learning in Europe

In das Nachbarland eintauchen? Interkulturalität erleben? Über die Grenzen hinaus für Europa lernen? Wir bieten etwas deutschland- und polenweit Einzigartiges: Unseren bilingualen-binationalen deutsch-polnischen Bildungsgang. Wir leben Europa.


 

Allgemeine Zielstellungen

Die geographische Lage von Görlitz als Grenzstadt und die engen Verbindungen zur Partnerstadt Zgorzelec legen nahe, gerade an diesem Ort die Beziehungen zwischen der Polnischen Republik, insbesondere der Woiwodschaft Niederschlesien und dem Freistaat Sachsen in besonderer Weise zu gestalten. Das Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz befördert dieses Anliegen unter anderem durch das Angebot eines bilingualen Bildungsganges, der ab der Klassenstufe 7 außerdem durch die Aufnahme von polnischen Schülerinnen und Schülern binational ausgeprägt wird. Dies stellt eine besondere Form vertiefter gymnasialer Bildung in Sachsen dar und ist bundesweit einmalig.

Die Vertiefung im sprachlichen und interkulturellen Bereich wird durch inhaltliche, stoffliche und methodische Anreicherung der Ausbildung erreicht. Durch die Bildung kleiner Gruppen kann der Lernprozess beschleunigt werden. Die verbindliche Integration von Aufenthalten im Nachbarland in den Bildungsgang führt auch zu einer ausgeprägten Selbstständigkeit im Arbeiten. Über die Profile und die an der Schule entwickelten Angebote zur ganztagsschulischen Bildung und Erziehung gelingt die Verflechtung der Spezifik der vertieften Ausbildung mit den allgemeinen Zielstellungen des Gymnasiums und die Integration der polnischen Schülerinnen und Schüler in das schulische Leben.

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Grundlage des binationalen Bildungsganges bildet die Vereinbarung zwischen dem Kuratorium für Bildung in Wrocław der Stadtgemeinde Zgorzelec, der Sächsischen Bildungsagentur und der Stadt Görlitz über die Zusammenarbeit bei der Gestaltung eines binational-bilingualen deutsch-polnischen Bildungsganges am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz vom 5. Februar 2014.


Ansprechpartner

Als Ansprechpartner für weitere Informationen stehen die Koordinatorinnen des Bildungsganges zur Verfügung:


Frau Carola Döhler

Doehler.Carola@gym-augustum-anne.goerlitz.de

 

Frau Dr. Agnieszka Korman

Korman.Agnieszka@gym-augustum-anne.goerlitz.de

 


 

  • © LASUB Bautzen

 

Spezifik der binationalen-bilingualen Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines speziell konzipierten anspruchsvollen bilingualen Bildungsganges, der sowohl eine Förderung der sprachlichen Begabung als auch die Entwicklung sozialer und interkultureller Kompetenz zum Ziel hat.

Die Schüler beider Länder erlernen die jeweilige Partnersprache in der 5. und 6. Klassenstufe und werden in der Klassenstufe 7 in einer gemeinsamen binationalen Klasse am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz zusammengeführt.

Die jungen Menschen sollen für die Geschichte, Kultur und Lebensweise des Partnerlandes interessiert und sensibilisiert werden und diese näher kennen lernen. Im Erlebnis des gemeinsamen Lernens und der gemeinsam gestalteten Freizeit werden Vorbehalte abgebaut und interkulturelle Erfahrungen erworben. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Institutionen sowie weiterführende Angebote an Hochschulen und Universitäten sichern Durchlässigkeit und Perspektive.

Als Abschluss erhalten deutsche und polnische Schüler und Schülerinnen das sächsische Abitur sowie ein Zertifikat über den erfolgreichen Besuch des Bildungsganges. Die angestrebte hohe sprachliche Bildung sichert den Absolventen besonders gute berufliche Chancen in der Grenzregion und soll dazu beitragen die Abwanderung hoch qualifizierter junger Menschen zu reduzieren.


 

Aufnahmebedingungen für Schüler aus Deutschland

Die Aufnahme der Schüler in alle bilingualen Bildungsgänge an sächsischen Gymnasien mit vertiefter Ausbildung erfolgt zur Klassenstufe 5 und erst nach erfolgreichem Bestehen einer Aufnahmeprüfung (gemäß §4 SOGYA vom 07.05.2018). In diesen speziellen Bildungsgängen werden Schüler mit besonderen Begabungen und Neigungen effektiv gefördert.

Für die Aufnahme sind entscheidend:

  • Bildungsempfehlung
  • Bestehen einer schriftlichen Prüfung (ca. 60 Minuten)
  • Absolvieren eines Aufnahmegesprächs als Gruppenprüfung

Entsprechend der sprachlichen Vertiefungsrichtung werden die Fähigkeit zu kombinatorischem, produktivem, differenzierendem und kreativem Denken sowie die sprachlichen Fähigkeiten des Betrachtens, Vergleichens, Verbalisierens, Lösens und Abstrahierens eingeschätzt. Die schriftliche Prüfung erfolgt im Wesentlichen in deutscher Sprache. Eine Aufgabe widmet sich den Sprachkenntnissen in Englisch. Die Vorkenntnisse in Polnisch werden im Rahmen des Aufnahmegespräches getestet. Es werden Schüler mit und ohne Vorkenntnissen aufgenommen.

Interessierte Eltern, deren Kinder nach der 4. Klasse eine Bildungsempfehlung für ein Gymnasium erhalten haben, können ihr Kind zur Aufnahmeprüfung direkt an der Schule zu den regulären Schulaufnahmeterminen schriftlich anmelden. Das Antragsformular erhalten die Eltern zu diesem Termin. Über den genauen Ablauf werden die Eltern per Post informiert und erhalten gleichzeitig ein Antragsformular zur Freistellung für die Grundschule. Das Ergebnis der Prüfung wird den Eltern rechtzeitig schriftlich mitgeteilt. Wenn die Aufnahmeprüfung nicht bestanden wurde, kann das Kind so in einer anderen 5.Klasse des Augustum-Annen-Gymnasiums oder in einem anderen Gymnasium ihrer Wahl fristgerecht angemeldet werden.

Beispielprüfung aus vergangenen Jahren
(PDF-Download):

Beispielprüfung Klasse 4


 

Aufnahmebedingungen für polnische Schüler

Vorbereitung der Schüler aus Polen auf die Ausbildung im binationalen Bildungsgang

Polnische Schüler, die an einer Fortsetzung ihrer schulischen Laufbahn am Augustum-Annen-Gymnasium interessiert sind, haben die Möglichkeit, an Deutsch-Vorbereitungskursen teilzunehmen, die von Lehrern der Schule durchgeführt werden. Die 90-minütigen Kurse finden einmal pro Woche immer dienstags zwischen 14.45 und 16.15 Uhr statt.

Detaillierte Informationen über den Kurs  erhalten die Eltern beim jährlich im September stattfindenden Elternabend. Das Datum und der Ort der Veranstaltung werden an die Grundschulen durch das Schulamt der Stadtverwaltung Zgorzelec weitergeleitet und auf der Website des Augustum-Annen-Gymnasium veröffentlicht.

Die Anmeldung des Kindes zum Kurs erfolgt über die E-Mail-Adresse Rekrutacja@gym-augustum-anne.goerlitz.de, an die zu dem von der Schule angegebenen Termin, zusammen mit der Kopie des Zeugnisses der Klasse 4 (beides im pdf-Format) übersendet werden.

Um die Aufnahme können sich in erster Linie Schüler der 6. Klassen der Schulen aus Zgorzelec und Umgebung bewerben. Die Aufnahme in den höheren Klassenstufen ist nur in Ausnahmefällen möglich.
 
Die Aufnahme der Schüler aus Polen wird durch

die Vereinbarung zwischen dem Kuratorium für Bildung in Wrocław der Stadtgemeinde Zgorzelec der Sächsischen Bildungsagentur und der Stadt Görlitz über die Zusammenarbeit bei der Gestaltung eines binational-bilingualen deutsch-polnischen Bildungsganges am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz vom 5. Februar 2014.
 
und die
 
Festlegungen zur Aufnahme von Schülern aus Polen in den binationalen-bilingualen deutsch-polnischen Bildungsgang am Augustum-Annen-Gymnasiums geregelt.


 

Unterricht in der Klassenstufe 5 und 6 zur Vorbereitung auf den Besuch der binationalen Klasse

Die Schüler aus deutschen Grundschulen werden ab der Klassenstufe 5 auf das Lernen in einer binationalen Klasse in einer kleinen Gruppe (ca. 14 Schüler) vorbereitet.

Gemeinsamer Unterricht in den Klassen 7 bis 10

Den Leitgedanken des binationalen Bildungsganges folgend findet gemeinsamer Unterricht zunächst in den Fächern Mathematik, Sport, Religion/Ethik, Musik, Kunsterziehung, Informatik in deutscher Sprache statt. Die Anzahl der im binationalen Klassenverband unterrichteten Stunden nimmt mit jeder weiteren Klassenstufe zu.

Unterrichtsergänzende und vertiefende Angebote in der Sekundarstufe I

Das Lernen im binationalen Bildungsgang soll sich nicht nur auf den schulischen Bereich beziehen, sondern auch praktische Anwendung finden. Dazu bieten sich gerade im grenznahen Bereich vielfältige Möglichkeiten, die den Schülern angeboten werden. Eine Reihe von Projekten, jeweils auf ein Schuljahr begrenzt, dienen dem Kennenlernen des jeweiligen Nachbarlandes, seiner Menschen, Kultur und Geschichte und damit der Entwicklung des „Europagedankens“.

Gestaltung der Sekundarstufe II

In der 11. Klasse beginnt die Abiturstufe. Das Lernen findet nicht mehr im Klassenverband statt, sondern im Kurssystem.